Dr. Henning Voss

Grunddaten

EigenschaftWert
NameDr. Henning Voss
Alter42 (geb. 1993)
BerufTierarzt (Großtierpraxis)
WohnortDinslaken-Hiesfeld
Status 2035Überlebender, 9 Jahre in der Apokalypse

Backstory

Vor der Pandemie (bis 2026)

Henning wuchs als Sohn eines Landwirts in Voerde auf, direkt an der Grenze zu Dinslaken. Schon als Kind half er seinem Vater mit den Tieren und entwickelte früh eine Leidenschaft für die Veterinärmedizin. Nach dem Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium in Dinslaken studierte er Tiermedizin in Hannover.

2020 übernahm er die Praxis von Dr. Kramer in Dinslaken-Hiesfeld - eine klassische Großtierpraxis, die hauptsächlich die Bauernhöfe im Umland betreute: Milchvieh in Voerde, Schweinezucht in Hünxe, Pferdehöfe in Schermbeck. Er kannte jeden Hof, jede Scheune, jeden Feldweg zwischen Dinslaken und dem Niederrhein.

Seine Frau Lisa war Krankenschwester im St. Vinzenz-Hospital. Sie hatten einen Sohn, Finn (geb. 2019).

Der Ausbruch (2026)

Als die ersten Berichte kamen, hielt Henning es für eine weitere Panikmache wie bei Corona. Doch dann sah er es selbst: Ein Bauer in Hünxe, den er wegen einer kranken Kuh besuchte, attackierte seine eigene Familie. Henning konnte fliehen, aber das Bild verfolgt ihn bis heute.

In den Chaoswochen versuchte er, Lisa und Finn zu evakuieren. Sie schafften es bis zur A3, wo der Verkehr zum Erliegen kam. In dem Chaos wurden sie getrennt. Henning suchte monatelang, fand aber nie eine Spur von ihnen.

Die Jahre dazwischen (2026-2035)

Henning überlebte zunächst allein, dann schloss er sich verschiedenen Gruppen an. Seine Fähigkeiten machten ihn wertvoll:

  • Medizinische Versorgung: Nähen, Amputationen, Knochenbrüche - an Schweinen gelernt, an Menschen angewandt
  • Medikamente: Er wusste, welche Tier-Medikamente für Menschen funktionieren (und welche nicht)
  • Lokalkenntnisse: Jeder Bauernhof bedeutete potenzielle Vorräte, Unterschlupf, Verteidigungsmöglichkeiten
  • Pragmatismus: Wer Tiere einschläfern musste, lernt, harte Entscheidungen zu treffen

Er verlor Menschen. Viele. Manche an Zombies, manche an andere Überlebende, manche an Krankheiten, die früher heilbar gewesen wären. Jeder Verlust machte ihn härter, aber auch vorsichtiger.


Persönlichkeit

Stärken

  • Ruhig unter Druck: Jahre der Notfall-OPs an panischen Tieren haben ihn abgehärtet
  • Praktisch: Denkt in Lösungen, nicht in Problemen
  • Loyal: Wenn er jemanden in seine Gruppe aufnimmt, kämpft er für sie
  • Lernfähig: Passt sich an, verbessert sich, gibt Fehler zu

Schwächen

  • Schuldgefühle: Konnte seine Familie nicht retten
  • Misstrauisch: Wurde zu oft verraten
  • Perfektionist: Nimmt Verluste persönlich, auch wenn sie unvermeidbar waren
  • Alkohol: Greift manchmal zur Flasche, besonders an schlechten Tagen

Motivation

Henning sucht nicht mehr nach Lisa und Finn - er hat akzeptiert, dass sie wahrscheinlich tot sind. Aber er hat nie aufgehört, andere zu beschützen. Jeder, den er rettet, ist eine kleine Wiedergutmachung.


Ausrüstung

Waffen

  • Veterinär-Bolzenschussgerät: Sein wichtigstes Werkzeug. Ursprünglich zur Betäubung/Tötung von Großvieh, jetzt für andere Zwecke. Leise, effektiv, aber erfordert Nähe.
  • Jagdmesser: Geschenk eines Bauern aus Schermbeck. Robust, vielseitig.

Medizinische Ausrüstung

  • Chirurgisches Grundbesteck (aus der Praxis gerettet)
  • Vorrat an Tiermedikamenten (Antibiotika, Schmerzmittel, Sedativa)
  • Improvisiertes Erste-Hilfe-Kit

Sonstiges

  • Abgegriffene Karte der Region mit markierten Höfen
  • Foto von Lisa und Finn (einziges Erinnerungsstück)
  • Kleiner Vorrat Desinfektionsmittel

Beziehungen

Familie (verschollen/tot)

  • Lisa Voss (geb. 1995) - Ehefrau, Krankenschwester
  • Finn Voss (geb. 2019) - Sohn, wäre jetzt 16

Begleiter (NPCs)

→ Siehe NPCs - Hennings Gruppe


Aktueller Status (2035)

Der Stützpunkt: Hof Ketteler

Seit 2031 hat sich die Gruppe auf dem Hof Ketteler niedergelassen - einem ehemaligen Milchviehbetrieb am Rand von Hünxe, direkt am Waldrand zum Staatsforst. Henning kannte den Hof von früher; die Familie Ketteler ist in den ersten Monaten gefallen, der Hof stand leer.

Warum dieser Ort:

  • Massives Bauernhaus mit Keller (Rückzugsmöglichkeit)
  • Scheune bietet Platz für Werkstatt (Deryas Revier)
  • Brunnen auf dem Grundstück (sauberes Wasser)
  • Waldrand ermöglicht schnelle Flucht in den Forst
  • Abgelegen genug, um nicht sofort gefunden zu werden
  • Nah genug an der B8, um Handelsrouten zu beobachten

Verteidigung:

  • Zaun aus alten Fahrzeugen und Schrott (Deryas Werk)
  • Mehrere Fluchtrouten in den Wald markiert
  • Stolperdrähte und improvisierte Alarmanlagen im Umkreis
  • Aussichtspunkt auf dem Scheunendach

Alltag

Hennings typischer Tag:

  • Morgens: Kontrollgang um den Hof, Check der Alarmanlagen. Frühstück mit der Gruppe - einer der wenigen Momente, wo alle zusammen sind.

  • Vormittags: Medizinische Arbeit. Entweder Inventur der Medikamente, Behandlung von Gruppenmitgliedern, oder - wenn nötig - Hausbesuche bei verbündeten Gruppen in der Region. Henning ist einer der wenigen “Ärzte” im Umkreis von 30 Kilometern.

  • Nachmittags: Ressourcen-Runs mit wechselnden Partnern. Meist Kevin als Kundschafter, manchmal Derya wenn ein Fahrzeug gebraucht wird. Sie durchsuchen verlassene Apotheken, Arztpraxen, Tierarztpraxen, Bauernhöfe. Die nahen Orte sind längst geplündert - die Runs werden immer weiter.

  • Abends: Wache in Rotation. Henning nimmt die zweite Schicht (22:00-02:00), weil er eh schlecht schläft. Zeit zum Nachdenken. Manchmal zu viel.

Die Gruppe im Alltag

PersonHauptaufgabeNebenaufgabe
HenningMedizin, FührungRessourcen-Runs
SchorschJagd, NahrungWache, Ausbildung
DeryaTechnik, FahrzeugeVerteidigungsausbau
KevinAufklärung, RunsWache, Botengänge

Zusammenleben:

  • Jeder hat seinen eigenen Raum im Haupthaus (Privatsphäre ist rar, aber wichtig)
  • Gemeinsame Mahlzeiten sind Pflicht - das hält die Gruppe zusammen
  • Entscheidungen werden besprochen, aber Henning hat das letzte Wort
  • Einmal pro Woche “Lagebesprechung” - was brauchen wir, was planen wir

Beziehungen nach außen

Verbündete:

  • Bauernkollektiv Schermbeck: ~15 Überlebende auf mehreren Höfen. Tauschen Nahrung gegen medizinische Versorgung.
  • Die Raffinerie-Leute: Kleine Gruppe in der alten BP-Raffinerie bei Scholven. Haben Treibstoff, brauchen alles andere. Angespannte aber funktionierende Handelsbeziehung.

Neutrale:

  • Diverse Einzelgänger und kleine Gruppen, die durch die Gegend ziehen
  • Die meisten kennen “den Tierarzt” vom Hörensagen

Feinde/Gefahren:

  • Die Wölfe: Plünderer-Gruppe aus dem Ruhrgebiet. Bisher nur Gerüchte, aber sie kommen näher.
  • Zombies: Weniger als in den Städten, aber immer präsent. Herden ziehen manchmal durch.
  • Winter: Jedes Jahr die härteste Zeit. Heizen, Nahrung konservieren, Krankheiten.

Aktuelle Lage (Kampagnenstart)

Die Gruppe ist etabliert, aber nicht sicher. Die Ressourcen werden knapper, die Runs gefährlicher. Es gibt Gerüchte über eine größere Herde, die sich von Duisburg her bewegt. Und die Wölfe wurden letzte Woche zum ersten Mal in Voerde gesichtet.

Henning spürt, dass sich etwas zusammenbraut. Die relative Ruhe der letzten Monate fühlt sich an wie die Stille vor dem Sturm.


Notizen für den GM

  • Henning kennt die Region zwischen Dinslaken, Duisburg, Wesel und dem Niederrhein sehr gut
  • Hat Kontakte zu überlebenden Bauern-Gemeinschaften (potenzielle Questgeber/Verbündete)
  • Seine Suche nach der Familie könnte als Plot-Hook dienen (Gerüchte, falsche Spuren, etc.)
  • Der Alkohol könnte in Stresssituationen zum Problem werden